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ich. diminutiv. oder: weil.
ich bin lesbar. und ich frage mich gerade, was ich mir bei diesem satz bin. ich bin lesbar. ja. bin hörbar, berührbar, sehbar, riechbar, schmeckbar - das sind drei lügen. a: der typ frau bist du nicht, nadja. es sollte mir gut gehen. hier bei mir, wie die sonne über die haut streicht und platzregen die betonfließen am balkon dunkel färbt, dass eine mir ihr lächeln in den nacken heftet und sagt: der himmel tropft, auch wenn ich diese eine bin; wie die finger im gras irren, als sei hier ein bisschen zeit liegen geblieben, eingeschlängelt. mir ist die lust aufs bloggen vergangen. wieso verkleiden, was nicht zu verkleiden gilt? mich hinter metaphern verstecken fällt mir zu leicht. und ich wollte nie den einfachen weg gehen. will warten, bis ich eine form des einfach seins gefundn hab, in der man hinter all dem "schrotter auf" eine verwischt spur ich lesen kann. es ist nicht, dass er mir nicht gut ginge. es ist, dass es mir nicht gut tut. und weil er nicht ist, nur kontra gibt, nur das a ist und das o, weil seine worte schwarz sind und weiß und wissen und scharf und kantig sind und bleischwer, weil ab und an so am rand lächeln, darüber hinau lächeln, nur ganz leicht, dort bröckeln und man schon meint, etwas dahinter sehen zu können, man meint, das lächeln knnte man zerpflücken und es bliebe ein mund wie ein strich. dort sagen: dein mund ist ein strich und er bleibt es, wenn ich dich küsse. das zitieren, weil es einfacher wäre. dort müsste man allerdings sagen: von deinem mund zieht sich ein strich entlang deines körpers, verfängt sich an deiner hüfte, stolpert dort, und zieht dann weiter. und es bleibt dieser strich, wenn ich dich berühre. etwas wie ein brennen zieht sich vom hals herauf in die augen. ich könnte heute nicht einfach sein, weil die ehrlichkeit darin mir lügen strafte: es war ein kindliches provozieren, das darin endete, dass er mich zu sich nach hause einlud. für irgendwann. weil er gut aussieht und das auch weiß, weil er intelligent ist und das auch weiß. weil ein gedanke und ein wort am anderen reibt und weil das knistern, das man daraus lesen kann dasselbe ist, wie zu schreiben: als sie die hände losließ, brach der himmel weg. sie schwang kopfüber den der schaukel. fakten der letzten zwei wochen, in denen die worte zu groß waren: vom russischen abgeleitet bedeutet nadja "hoffnung", aus dem orient übernommen "morgentau" und vom arabischen ausgehend "sprecherin". |
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zerfledderte lesezeichen
oder: mhm & okay & aha für M. das weitreichendste ist die wasserschleppe
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wer wird denn da gleich weinen nur weil
sonnenfispern an der haut, die augen halb aufgeschlafen: so schneiden mir die wimpern den himmel in streifen, die augen halb geschlossen: so schraffiert die sonne ihr weiß rechts und links an die netzhaut. wenn ich die augen lange genug geschlossen halte, weiß ich nicht mehr, wo ich aufhöre und anfange, wie ich schmecke und mich anhöre. wenn ich die augen lange genug geöffnet halte, weiß ich nicht mehr, wohin ich gehöre, wo die welt aufhört und anfängt. die sonne so heiß sticht sich unter die haut gräbt ja flatterherz zwei handbreit unterm schlüsselbein, dort denke ich ans himmelaufreißen; mit dem haken, den hier dein lächeln einschlagen könnte [der satz bleibt im konjunktiv]. vorher: mein spiegelbild in den fensterscheiben vorbeisurrender büsse vom wasser geschliert/meerjungfrauenschwimmhäuteatmosphäre. nachher: mein spiegelbild in der balkontüre von der sonne zergrellt/meereshörenrauschenauftonband. wer wird denn da gleich weinen ja wer wird denn da ich werde erst dann keinen durst mehr haben, wenn ich das wasser bin, sage ich, meine stimme kriecht unter dem stacheldrahtzaun deiner haut, reißt sich den bauch auf, das wasser, in dem wir schlafen, ist von osten zitronenfaltergelb beleuchtet, von osten taumeln töne wie aufgeknackte kaffeebohnen. das wasser, in dem wir schlafen – es ist so träge, strömt immer in dieselbe richtung. die sonne den tag am himmel mit sich ziehen lassen wer wird denn da ganz nah gegenüber, sagst du, gibt es den allerbesten kaffee, also falls du einmal vielleicht... du siehst mich an, als würdest du nach einer stelle an mir suchen, an der du dich festhaken könntest. ich trinke keinen kaffee, sage ich, jetzt kriecht dein blick in meine worte hinein, irrt dort, irrt dort umher, irrt und ich habe das gefühl, du willst etwas sagen, wartest auf den richtigen moment dafür. also dann, sage ich, ziehe kleine hautfetzen mit den zähnen von meinen lippen. zu hause lege ich mich in die wiese, in die sonne, unter den himmel. es war ein wenig so, wie als müsse ich dir das Du anbieten, obwohl wir uns nie gesiezt haben, schreibst du mir. du hast den richtigen moment gesucht und ihn verpasst. und nebenbei: dies hier ist keine liebesgeschichte den horizont verhänge ich mir tüchern, weil man ihm sonst die ewigkeit schon von weitem ansieht. |
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und ich beginne, den winter zu hassen windflimmern unterhalb des schlüsselbeins uno dos tres quatro cinco seis ich schliere mir meine muttermale siete |
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rotstich
la lueur de l'aube la lumière rouge coucher du soleil la lueur de la lune le macchabée du sagst, reden ist wort, schweigen ist keines. |
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mein herz zittert vor meinen himmeln.
das leben ist ein vorgefertigtes stück acker. gieß ihn, sagen sie. zwei schichten zu viel, wo fällt mir wohl die maske ins licht, und der honig tropft mir von den lippen, es bleibt nur finstergewächs in mundhöhlen. ich halte den atem für einige zeit an um mich in notzeiten damit füttern zu können. habe mir ein sparschwein gekauft, beim schütteln höre ich den einzelnen herzgroschen klimpern. das leben ist ein vorgefertigtes stück acker. gieß ihn, sagen sie. und keiner schenkt mir eine handvoll wasser. |
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