"eine der besonderheiten der kindheit ist,
dass man nicht zu begreifen braucht, um es zu spüren"
daniel in "der schatten des windes"

elisbeth marx, umarme den sommer/carlos ruiz zafón, der schatten der winde/stephenie meyer, bis(s) zum ende der nacht/
shakespeare, macbeth

ich bin ein meer, grenze mit allen seiten an ein anderes ufer.
unter meiner haut liegen eismeere, denk sie dir übereinander gestapelt und wirf sie dann um, wirf sie aus mir hinaus. du ziehst mir die flussadern durch die welt, zwischen schichten leg dich reden, aber niemals schlafen, bis der regen deine vokale schliert: dann läuft meine haut über. gierig leckst du am ufer.

la mer c'est que le ciel pleut

ich drücke dir herzmuscheln in die hände, ihnen zeige ich verstehen: so blättere doch über meine wirbeln.

"ich wollte immer eine geschichte über einen menschen schreiben,
wie er sich mir zeigt und nicht, wie ich ihn sehe.
es gab zwei sorten von menschen. die ersten zeigten sich mir schöner,
als ich sie sah, dass es mir zu schade schien, darüber zu schreiben,
denn irgendwann begriff ich, dass sie mir eine viel zu ähnliche schönheit zeigten,
als denn ie hätte wahr und gelogen sein können.
und die anderen, die wenigen, zeigten sich mir nicht und mein bloßes sehen
hätte auch blinheit sein können, also ließ ich es bleiben"
mirella in "mundlos"

wie eisblumen brecht ihr meine gedanken. barfuss laufe ich kreise im schnee, ihr kommt der nacht zuvor und verwischt sie mir einzeln, dass mir nur noch ein gefühl von kälte bleibt; sie ist mir dennoch keine wahrheit. ich sage, je mehr ich von der welt sehe, desto weniger begreife ich sie. je mehr ich verstehe, desto mehr gibt es zu verstehen. wie ich früher dalag, in die laken gehüllt, wollte mir die seitenlage abgewöhnen und versuchte auf dem rücken zu schlafen; ab und an auf der treppe sitzend kurz nach mitternacht, das surren der mücken schälte mir die oberste hautschicht und der blick auf fotografien wie karamell, mit dem ich meine gedankenlöcher narbte.

wie einfach es früher war, glücklich zu ein

wäre es etwa klüger zu sagen, wie einfach wir früher sein konnten? ich knacke die königsmäntel zu scherben. die sonne sticht mir in die wange und küsst mir die augenlider und es bleibt ein himmel wie in australien, sagt sie. ich sage, es bleibt ein himmel wie blut. eine sagt, he, du beißt deine lippe auch immer auf, warte, da hast du ein taschentuch. im spiegelbild der mund aufgesprungen, wie meine einfachheit. frag nicht immerzu nach dem wieso, sagt mir einer, frag mich doch nicht immerzu, wieso, wir sind da, wir sind, lass es genug sein. in meinen augen kann ich den tag schimmern sehen, ich habe verlernt, ihn anders einzufangen.

antoine de saint-expuréry-der kleine prinz/william golding,
herr der fliegen/ian mcewan, letzter sommertag/
hermann nitsch, partitur 1974

15.2.09 19:03
 


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bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


/ Website (16.2.09 21:23)
die klugheit erlangen wir erst,
wenn wir aus unseren fehlern lernen.

wie gehts es dir?
meld dich mal wieder,
vermiss dich


k. / Website (17.2.09 17:36)
kannst du mir ein paar worte schreiben? ich brauche im moment jemanden, der mir sagt, dass alles gut wird, auch wenn das eine lüge ist. es ist grad alles ziemlich schwer.


/ Website (18.2.09 12:51)
was wissen wir eigentlich von der welt?
nochnichtmal wie viele gefühle es gibt,
geschweige denn die farben.
aber sein lächeln,es ist so facettenreich wie die farbenlehre.
aber ich weiß nicht,wie viel wir noch sehen werden,von der welt und all dem,wie oft wir noch hinfallen werden,ob überhaupt aber eins,dass weiß ich:
wir sind jung und wir haben das privileg der unsterblichkeit.
wir werden die ewigkeit konservieren und an kälten hauswänden im schatten zertrümmern,wenn es so weit ist.
und bis dann,erwärmen wir uns nicht nur an der heizung,sondern auch an der vielfalt,an dem unbekannten der welt,an den farben und an den 12 unterschiedlichen jahreszeiten.
mindestens.

<333


maria / Website (18.2.09 20:12)
vielen lieben dank. ich freu mich immer, wenn jmd meine bilder gefallen (:
mir gehts soweit ganz gut. hab jetzt eine spiegelreflexkamera, endllich (:

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