häufst mir quellwasser in die augen und ober unterhitze brennt dir der himmel an, von unten gesehen werden wir vom rohen teig krank. deine abgeschnittenen tage hängen wie leichen an meinen fingern, taubgetastet ziehst du sie mir auf schulterhöhe. vorwärts verschicken wir wortbündel, die zwischen drei komata, die da fehlten, den bauch aufschlitzen. hoffnung & morgentau. finde mich zu unpassend, du schreist mir eine blindheit und legst dich dazwischen. und jeden morgen von neuem: die unbefangenheit steht dir nichtmeine liebe hier schneide ich deine wortenden zu feuerbällen, sage: die narben stehen dir nicht, mein lieber. und wenn das schreien sich im schwarz trifft, weiß ich: dich hätte ich nicht sehen müssen. nur hautumhüllt bist du mir eine sehnsucht. wir fliehen zurück in die tage, denn wie du deinen mund lachen machst, scheint, als wäre er dir ahanden gekommen. dort: zwischen lese und ernte ein gedanke an dein zu grob fassen hinter geschlossenen türen. nur ein aquarell von aufgedrehten tönen fispelst du mir in den nacken, um ihn mir dann zu brechen. ich weiß, es waren meine eindreiviertel schritte, die du dir zähltest, und als ich aus dem takt kam, war die straße plötzlich geeckt, dass sich dir augen rückwärts bogen.

dies hier und ein geschmack nach nelken und sabei im wasser, rotgeschwemmte wasser von orangenscheiben und tulpenblätter wie geknöchert.

27.2.09 18:21
 


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bisher 8 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Franzü (27.2.09 20:07)
Wie soll ich antworten?
Er hat mir das Herz ausgerissen, viellecith,weil er dachte, es wäre ein Spielzeug. Ich habe es zugelassen, dumm, wie ich war. Es schmerzt, es macht mir das Atmen schwer. Aber dann merke ich, es war nicht er, es war ich, die mir das Herz entriss: Zu sehr sehne ich Bestätigung herbei, sodass Liebe für mich nur ein Wort ist, dass sich im Gerede verliert.
Werte sind verloren für jemanden, der sie nicht kennt.


/ Website (1.3.09 21:10)
farben sind kompliziert,genauso wie die Liebe,das Leben.
Ich weiß nicht,ob es mir gut geht.Ich schwanke.Sehr.
Heute mir neue klamotten gekauft um die Risse im Mauerwerk zu kaschieren.
Ja,wie geht es dir? hast du viel zu tun bzw was machst du?


pilger / Website (2.3.09 09:47)
Dank des kalten Frühjahrsregens sind meine Sohlen wieder losgeeist und ich setze unsichere Schritte in vor mir liegende Pfützen. Ab Juni bin ich arbeitslos, das ist los. Obwohl ich zwei Jobs hab ist mir keiner geblieben. Einmal Finanzkrise und das andere Mal einfach die Dummheit des Chefs. Sehr ärgerlich. Nebenbei noch schnell einen Umzug in der WG miterlebt und mit durchgeführt und so Kleinigkeiten wie Semesterplanung erledigt. Ob ich mir das aber in Zukunft leisten kann bleibt offen.
Festzuhalten ist, ich will dies nicht als Gejammere verstanden wissen. Es bleibt ja noch ein bischen Zeit in meinem Patchworkleben die abgetrennten Flicken wieder neu einzunähen.
Du bist ja fleißig am Blogstricken und ich mag die Idee der Zweifarbigkeit der Texte. Ich möchte allerdings hoffen, dass die Dunkelheit nur dem künstlerischen Ausdruck geschuldet ist und nicht, dass Sie Frau Farbenwort(ver)strickerin ebenso Düsteres erleben.
Wünsche dir den Frühling in deiner Umgebung, deinen Worten und im Herzen.


maria / Website (2.3.09 13:25)
neues lay. fein.
ich kann kein spanisch, weil du geschrieben hast "y me gusta" aber ich glaub das heißt "und es gefällt mir! ? oder was? :D

du schreibst so schön.


/ Website (2.3.09 16:20)
ja,
der april wird schlimm werden.
wir sind zu alt,
werden zu alt,
wachsen aus den kinderschuhen heraus und wollen doch irgendwie.
aber solange alles in ordnung ist


pilger / Website (3.3.09 13:21)
Meine zwei lieben April Geborenen. Es ist mir immer wieder ein Kopfschütteln euch und das Alter zu hören. Ihr beide seid zusammen gerade mal so alt wie ich in diesem Jahr werde. Bin ich also schon zu alt geworden? Bin ich ALT?
Einzig wahr ist, dass die Kinderschuhe höchsten noch auf den großen Zeh passen. Aber die stehen bei uns allen schon im Erinnerungseck.


k. / Website (3.3.09 18:51)
verzeih, mich hat die frustration und der sarkasmus irgendwo festgeknotet und ich hab mich nicht losbekommen.
lass uns zusammen steine übers meer werfen, ich bin es satt, sie in den taschen zu tragen, lass mich den elefanten hinterherwerfen, einen jadeelefanten aus der brandung.
meine hände mit ton verschmelzen zu lassen und in den konturen eines fremden mädchens ertrinken, das schenkt mir luft zum atmen. und ein lied, ein lied das habe ich mir auf den arm geschrieben.
n., wie soll ich weiter machen, ohne mich auf den boden zu werfen? ich kann nicht öfter aufstehen, als ich hinfalle, ich.... ein mensch erträgt nur so viel: ...
ich vermisse das leben so sehr. das atmen und einen bruchteil glück.


/ Website (8.3.09 16:35)
mhm-
das leben hat sich verrechnet.
bestimmt.
deswegen sollte man nicht multiplizieren und schon gar nicht erinnern.
wir werden uns alle auflösen,wie ein brauseherz.ja.
und dann ist es egal,die naivität.
und dann fällt man halt hin,weil man nicht realität sehen wollte.
na und?
es ist doch alles egal,
egal ob wir die wände mit wörter zukleben oder mit billigkleister vom baumarkt.
ich will nach norwegen.
jetzt.

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